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bye`bye`Bökelberg

 

                      Das war das letzte Spiel am Bökelberg

3:1 Sieg zum Abschied

22.05.2004

Borussia hat sich mit einem 3:1-Sieg gegen 1860 München vom Bökelberg verabschiedet. Nicht nur die Gäste, die durch diese Niederlage abgestiegen sind, waren von der melancholischen Stimmung rund um diese Partie beeindruckt. Und die 90 Minuten hatten so manchen Helden auf Borussen-Seite:

Arie van Lent erzielte in der 74. Minute sein neuntes Saisontor und erfüllte sich damit einen Traum. „Ich hatte mir so gewünscht, mich mit einem Tor von Borussia zu verabschieden. Super, dass das geklappt hat“, meinte der zu Eintracht Frankfurt wechselnde Angreifer. Borussia hatte das Spiel zuvor weitgehend bestimmt, auch wenn 1860 nach dem 2:1 für den VfL zur Paus in den zweiten 45 Minuten mehr auf Offensive setzte. Die Löwen mussten gewinnen, um überhaupt noch eine Chance im Abstiegskampf zu haben. Doch auch wenn sie die Partie noch gedreht hätten, Lautern spielte unentschieden gegen Dortmund, und München wäre ohnehin abgestiegen.

Borussia indes verkraftete den Rückstand, der aus einem verwandelten Elfmeter von Torben Hoffmann resultierte, gut und glich nur zwei Minuten später wieder aus: Vaclav Sverkos schoss in der 23. Minute das 1:1. Zwölf Minuten später köpfte Igor Demo den Ball zur Führung in die Maschen, spätestens jetzt kannte die gute Stimmung am seit Wochen ausverkauften Bökelberg kein Ende mehr. Aber auch schon zuvor hatten die Fans mit einer tollen Choreographie und mit stimmungsvollem Gesang für eine starke Abschiedsvorstellung gesorgt. Daran änderte auch die Gelb-Rote Karte für Enrico Gaede nichts, auch wenn er selbst natürlich weniger begeistert davon war. Die klare Führung und das gute Spiel des VfL trugen dazu bei, dass Fans und Mannschaft sich in aller Ruhe auf den Abschied vom Bökelberg einstellen konnten. Doch bevor es soweit war, kamen noch zwei Borussen zum Einsatz, die man lange nicht mehr im Dress des VfL gesehen hatte. Steffen Korell feierte nach über einem Jahr sein Comeback in der Bundesliga, und Torwarttrainer Uwe Kamps durfte auch noch knapp zehn Minuten ran. Ihm und Jörg Stiel, der zwischen den Pfosten für ihn Platz machte und Borussia verlässt, galten die stehenden Ovationen der Fans.

Der Bökelberg ist seit Samstagnachmittag Geschichte, nun beginnt eine neue Ära im Borussia-Park. Der VfL beendet die Saison auf dem elften Tabellenplatz, einen Rang besser als in den beiden Jahren zuvor.


Borussia: Stiel - Obradovic, Pletsch, Asanin - Korzynietz, Ulich, Gaede, Demo, Kolkka - Sverkos, van Lent

1860 München: Lenz - Görlitz, Stranzl, Costa, Hoffmann - Cerny, Matth. Lehmann, Meyer - Davids, Tyce - Schroth - Trainer: Vanenburg

Tore: 0:1 Hoffmann (21., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Vorarbeit Schroth), 1:1 Sverkos (23., Kopfball, Pletsch), 2:1 Demo (35., Kopfball, Ulich), 3:1 van Lent (74., Kopfball, Ulich)

Eingewechselt: 67. Korell für Korzynietz, 75. van Hout für Kolkka, 81. Kamps für Stiel - 66. Fernando für Meyer, 72. Kioyo für Davids, 87. Shao für Fernando

Schiedsrichter: Herbert Fandel

Zuschauer: 34500 (ausverkauft)

Gelb-Rote Karte: Gaede (84.)

Drei besondere Helden

23.05.2004

Drei besondere Helden gab es gestern (Samstag) beim Abschied vom Bökelberg. Arie van Lent (Foto) schoss sein letztes Tor für den VfL, Uwe Kamps (Foto) stand letztmals zwischen den Pfoszten des VfL, und Steffen Korell stand endlich wieder auf dem Platz für den VfL. Die drei Kommentare:

Uwe Kamps

"Herrlich, einfach herrlich. Absolute Spitzenklasse, dass ich noch mal ein paar Minuten rein durfte. Den Ball, der kurz vor dem Spielende an den Pfosten ging, habe ich zuvor kaum gesehen. Da habe ich wohl ein bisschen Glück gehabt. Schön, dass wir uns mit einem Sieg vom Bökelberg und aus dieser Saison verabschiedet haben. Die Löwen tun mir leid, aber selbst bei einem Sieg hätten sie sich wegen des Ergebnisses in Lautern nicht mehr retten können."


Arie van Lent

"Was soll ich sagen? Davon habe ich die ganze Zeit geträumt: mich mit einem Tor von Borussia und vom Bökelberg zu verabschieden. Schöner hätte ich es mir nicht ausdenken können. Heute war noch einmal eine sagenhafte Atmosphäre, ich danke allen Borussenfans für die tollen fünf Jahre hier am Bökelberg. Und ich wünsche meinen alten Kameraden für die Zukunft alles Gute. Unser Sieg war verdient, 1860 hat wohl nicht mehr richtig an sich geglaubt."


Steffen Korell

"Ich war schon beim Warmlaufen unendlich nervös, aber als ich eingewechselt wurde, war das fast völlig weg. Auf diesen Einsatz habe ich sehr lange hin gearbeitet, ein sensationelles Gefühl, wieder dabei sein zu dürfen und noch einmal in diesem Stadion gegen den Ball zu treten. Ich war sehr schnell wieder drin, fast als ob ich nie weg gewesen wäre. Aber das habe ich vor ein paar Wochen schon bei den Amateuren so erlebt. Dass ich aber in dieser Saison noch einmal zu einem Bundesligaspiel komme, ist für mich einfach überragend."

 


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